Schutzauftrag zum Wohl des Kindes

Die Stadt Neustadt in Holstein als Träger der Einrichtung gewährleistet, dass ausschließlich persönlich geeignete Personen im Sinne des § 72a SGB VIII beschäftigt werden. Dies gilt für hauptamtlich wie auch für neben- oder ehrenamtlich tätige Personen. Der Träger verlangt von allen neu einzustellenden Personen die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach § 30a Bundeszentralregistergesetz. Darüber hinaus, wird von den in der Einrichtung tätigen Personen die regelmäßige Vorlage eines Führungszeugnisses im Abstand von fünf Jahren verlangt.

Durch eine verantwortungsbewusste Auswahl der haupt-, neben- und ehrenamtlich tätigen Personen, geeignete Maßnahmen der Sensibilisierung, der Prävention und Qualifikation und die Schaffung struktureller Rahmenbedingungen trifft der Träger Vorsorge, dass das Kindeswohl geschützt wird und Übergriffe verhindert werden.

In Zusammenarbeit mit der Einrichtung hat der Träger im Rahmen einer Dienstanweisung Maßnahmen entwickelt, welche das Ziel verfolgen, Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu bewahren. Hierbei wird unterschieden, ob diese Gefahren vom familiären Umfeld des Kindes oder vom Personal der Einrichtung ausgehen. Diese Dienstanweisung dient der innerbetrieblichen Vereinbarung eines Systems zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gem. § 8 a SGB VIII. Es soll ein handlungs- und einrichtungsfeldbezogenes Verfahren sicherstellen, um auf eine vermutete oder offensichtliche Kindeswohlgefährdung sicher und schnell reagieren und je nach Sachverhalt die erforderlichen Entscheidungen zeitnah zu überprüfen und erforderliche Maßnahmen einleiten zu können. Hierbei wird unterschieden, ob die Gefahren vom familiären Umfeld des Kindes oder vom Personal der Einrichtung ausgehen.

Die Leitung der Einrichtung, die im Rahmen des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII tätig wird, ist umgehend zu informieren, wenn einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter Sachverhalte bekannt werden, die möglicherweise auf eine Kindeswohlgefährdung hindeuten könnten. Sollte das Wohl des Kindes durch eine Mitarbeiterin bzw. einem Mitarbeiter der Einrichtung gefährdet sein, ist die Bürgermeisterin bzw. den Bürgermeister hierüber unverzüglich zu informieren, um mögliche arbeitrechtliche Maßnahmen zu prüfen und einleiten zu können.

Bei einem begründeten Verdacht einer Gefährdung des Wohles eines Kindes durch die Leitungskraft der Einrichtung ist unverzüglich der Träger zu informieren. Ist das Wohl des Kindes akut gefährdet und lässt sich die Gefährdung nur durch sofortiges Handeln abwenden, sind das Jugendamt und die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister unverzüglich zu informieren.